Fünf „Product Velocity“-Veranstaltungen im Herbst 2026

In dieser Webinar-Reihe wird Michael Jastram Marc Osofky, Marc Löffler und Tim Weilkiens dazu befragen, warum die Produktentwicklung nach wie vor nur langsam vorankommt.

Five Product Velocity Events in Fall 2026

Viele Ingenieurunternehmen verfügen mittlerweile über KI-Tools, Simulationsmodelle, agile Teams, Architektur-Boards, MBSE-Initiativen und Programme für digitales Engineering. Dennoch empfinden sie ihre Produktentwicklung nach wie vor als langsam.

Das ist die unbequeme Erkenntnis, die hinter „Product Velocity“ steht.

Eine schnellere Aufgabe führt nicht automatisch zu einem schnelleren Produkt. Ein besseres Modell führt nicht automatisch zu einer besseren Entscheidung. Ein grüner Statusbericht bedeutet nicht, dass ein Mehrwert entsteht. Die Produktentwicklung beschleunigt sich, wenn Informationen den richtigen Entscheidungspunkt erreichen, solange die Entscheidung noch von Bedeutung ist.

In diesem Herbst werden wir dieses Problem aus fünf Blickwinkeln beleuchten: KI, praktische Schulungen, organisatorische Anti-Muster, Simulation und SysML v2.

Die Frage, die allen fünf Ereignissen zugrunde liegt

Bei „Product Velocity“ geht es zunächst um eine Frage:

Was sorgt dafür, dass eine Organisation schneller vorankommt als eine andere?

Die Antwort liegt selten innerhalb eines einzelnen Teams. Sie liegt vielmehr im Zusammenspiel zwischen Teams, Entscheidungen, Artefakten, Modellen, Lieferanten, Releases und Feedbackschleifen.

Aus diesem Grund befassen sich die kommenden Veranstaltungen mit verschiedenen Aspekten desselben Systems. KI beeinflusst, wie schnell einzelne Aufgaben erledigt werden. Schulungen helfen Teams dabei, ihre eigenen Engpässe zu erkennen. Anti-Muster Erläutern Sie, warum gute Arbeit vor Ort dennoch nur langsam zu globalen Ergebnissen führt. Simulationen helfen Teams dabei, Erfahrungen zu sammeln, noch bevor physische Prototypen vorliegen. SysML v2 deutet auf eine Zukunft hin, in der Modelle zu einer gemeinsam genutzten technischen Infrastruktur werden.

Die vollständige Veranstaltungsübersicht finden Sie auf der Veranstaltungsseite zu „Product Velocity“.

9. September: KI beschleunigt Arbeitsabläufe. Was beschleunigt die Produktentwicklung? (Webinar)

KI verändert die Arbeit von Ingenieuren. Sie hilft beim Verfassen, Zusammenfassen, Klassifizieren, Generieren, Überprüfen und Suchen. Das ist nützlich. Es ist jedoch noch nicht alles.

Ein Produkt kommt nicht in Bewegung, nur weil eine einzelne Aufgabe schneller erledigt wurde. Ein Produkt kommt in Bewegung, wenn technische Informationen in Entscheidungen einfließen, Entscheidungen in die Umsetzung gelangen, die Umsetzung die Nutzer erreicht und das Feedback in den nächsten Zyklus einfließt.

Am 9. September, Marc Osofsky und Michael Jastram sprechen in dem englischsprachigen Webinar über diese Lücke KI beschleunigt Aufgaben. Was beschleunigt die Produktentwicklung?

Das Thema ist nicht Ob KI eine Rolle spielt. Das stimmt. Es geht darum, in welchen Bereichen KI die Geschwindigkeit der Produktentwicklung verändert und in welchen sie lediglich einzelne Teilbereiche beschleunigt.

Für Ingenieurbüros stellt sich ganz konkret die Frage: Welche KI-Anwendungsfälle reduzieren Koordinationskosten, Entscheidungsverzögerungen, Nacharbeiten und Wartezeiten? Welche Anwendungsfälle ermöglichen eindrucksvolle Demos, ohne den Lieferprozess zu verändern?

Das Webinar beginnt um 17:00 Uhr.

21. bis 22. September: „Product Velocity“-Schulung mit oose in Hamburg (Seminar)

Das praktischste Format in diesem Herbst ist der zweitägige Deutschkurs mit oose in Hamburg: Komplexe Produktentwicklung beschleunigen.

Im Mittelpunkt der Schulung steht die komplexe technische Produktentwicklung. Auf der oose-Seite wird das Ziel klar beschrieben: zu lernen, wie Wertströme, Systemdenken und gezieltes Handeln dazu beitragen, dass neue Funktionen schneller nutzbar werden.

Der Kurs ist keine Einführung in eine einzelne Methode. Er verknüpft verschiedene Aspekte der Ingenieursarbeit, die oft getrennt voneinander behandelt werden: Engpässe, Wertstrom, Systemtechnik, Anforderungen, Architektur, Entscheidungen, Schnittstellen, Übergaben, MBSE, Rückverfolgbarkeit und 30-Tage-Verbesserungsmaßnahmen.

Diese Kombination ist entscheidend.

Viele Unternehmen wissen bereits, wie man komplexe Produkte entwickelt. Sie verfügen über qualifizierte Ingenieure, etablierte Prozesse und leistungsfähige Werkzeuge. Das Problem ist, dass der Weg vom Bedarf bis zur einsatzfähigen Funktion zu viele Wartephasen umfasst. Eine Anforderung wartet auf Klärung. Ein Entwurf wartet auf Abstimmung. Ein Modell wartet auf Freigabe. Ein Test wartet auf Hardware. Eine Entscheidung wartet auf eine Besprechung.

Das Training hilft den Teilnehmern, diese Punkte in ihrer eigenen Arbeit zu erkennen. Das Ziel ist kein neues, groß angelegtes Transformationsprogramm. Das Ziel ist eine konkrete Maßnahme, die dort ansetzt, wo der Arbeitsfluss heute ins Stocken gerät.

Die Schulung findet am 21. und 22. September auf dem oose-Campus in Hamburg statt. Sie wird auf Deutsch abgehalten.

6. Oktober: Anti-Muster in der Produktentwicklung (Webinar)

Ein Team kann gute Arbeit leisten und dennoch dazu beitragen, dass die Produktentwicklung ins Stocken gerät.

Das ist das Problem hinter dem deutschen Webinar Wenn alles grün ist und trotzdem nichts vorankommt: Anti-Patterns in der Produktentwicklung am 6. Oktober.

Marc Löffler und Michael Jastram erörtern Muster, die von innen betrachtet gesund erscheinen, das System von außen jedoch verlangsamen. Grüne Statusberichte sind ein gutes Beispiel dafür. Jedes Team berichtet über seine Fortschritte. Jeder Meilenstein scheint unter Kontrolle zu sein. Keine einzelne Kennzahl schreit geradezu nach Aufmerksamkeit. Dennoch kommt das Produkt nicht voran.

Dies geschieht, wenn die Berichterstattung sich eher am lokalen Fertigstellungsstand als am globalen Ablauf orientiert. Es geschieht auch, wenn Teams ihren eigenen Umfang optimieren, ihr eigenes Backlog schützen oder ihre eigenen Gate-Kriterien erfüllen, während das Produkt an den Schnittstellen wartet.

Product Velocity betrachtet solche Situationen als Systemprobleme. Die Frage ist nicht, welches Team versagt hat. Die Frage ist vielmehr, an welcher Stelle das Entwicklungssystem ein Verhalten belohnt, das lokal verantwortungsbewusst, global jedoch schädlich erscheint.

Das Webinar beginnt um 10:30 Uhr und findet auf Deutsch statt.

22. Oktober: Simulation als Motor für die Produktentwicklungsgeschwindigkeit (Konferenzvortrag)

Simulationen gehören zu den wirksamsten Instrumenten, um den Lernprozess bei der Entwicklung physischer Produkte zu beschleunigen. Sie verwandeln eine Fragestellung in ein Modell, ein Modell in Erkenntnisse und Erkenntnisse in eine Entscheidung.

Diese Kette reißt, wenn die Simulation vom Entscheidungsprozess losgelöst wird.

Bei der CADFEM-Weltkonferenz 2026, Michael Jastram wird am 22. Oktober um 14:00 Uhr in Darmstadt einen Vortrag zum Thema “Simulation als Motor für die Produktentwicklungsgeschwindigkeit” halten.

Der Kerngedanke ist einfach: Simulation beschleunigt die Produktentwicklung, wenn sie eine Entscheidung beeinflusst, bevor die Kosten für einen Kurswechsel zu hoch werden.

Dazu braucht es mehr als nur ein gutes Modell. Es erfordert die richtige Fragestellung, schnellen Zugriff auf den technischen Kontext, Vertrauen in die Modellgrenzen, einen klar definierten Entscheidungsträger sowie eine Rückkopplung der Ergebnisse in die Anforderungen, die Architektur und die Verifikationsplanung.

Hier treffen Simulation und „Product Velocity“ aufeinander. Der Wert der Simulation liegt nicht in der Darstellung, dem Bericht oder der Animation. Der Wert liegt vielmehr in der frühzeitigen Entscheidung und den Erkenntnissen, solange noch verschiedene Optionen zur Auswahl stehen.

Die CADFEM-Weltkonferenz findet im darmstadtium in Darmstadt statt.

4. November: SysML v2 und Product Velocity (Webinar)

SysML v2 hat das Potenzial, die Rolle der Modellierung in Ingenieurunternehmen zu verändern.

Das deutsche Webinar SysML v2 und Product Velocity: Wird die Modellierung zur Engineering-Infrastruktur? fragt, was passiert, wenn Modelle keine Spezialartefakte mehr sind, sondern Teil der technischen Infrastruktur werden.

Tim Weilkiens Michael Jastram und [Name] werden am 4. November um 10:30 Uhr über diesen Wandel sprechen.

Die Frage ist wichtig, weil viele MBSE Initiativen haben nach wie vor Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Es gibt zwar Modelle, doch diese fließen nicht immer in die täglichen technischen Entscheidungen ein. Sie dokumentieren zwar eine Sichtweise auf das System, verkürzen aber nicht immer die Rückkopplungsschleifen. Sie unterstützen zwar Fachleute, verbinden jedoch nicht immer die verschiedenen technischen Bereiche miteinander.

SysML v2 verändert die technischen Grundlagen. Die übergeordnete Frage ist organisatorischer Natur. Was muss geschehen, damit die Modellierung dazu beiträgt, dass das gesamte Entwicklungssystem schneller vorankommt?

Aus Sicht der Produktgeschwindigkeit hängt der Wert eines Modells von seiner Rolle im Prozessablauf ab. Ein Modell ist hilfreich, wenn es Schnittstellen verdeutlicht, Unklarheiten beseitigt, die Auswirkungen von Änderungen aufzeigt, Disziplinen miteinander verknüpft und die Nachverfolgbarkeit von Entscheidungen erleichtert.

Das ist der Unterschied zwischen Modellierung als Dokumentation und Modellierung als Infrastruktur.

Welches Ereignis passt zu welcher Situation?

Das Webinar am 9. September richtet sich an alle, die über KI über die reine Automatisierung von Aufgaben hinaus nachdenken.

Das Oose-Training eignet sich für Teams, die nach einem praktischen Ansatz suchen, um Ursachen für eine langsame Produktentwicklung zu ermitteln und konkrete Verbesserungsmaßnahmen festzulegen.

Das Webinar am 6. Oktober richtet sich an Führungskräfte, Architekten, Produktverantwortliche und Prozessverantwortliche, die zwar gute Arbeit auf lokaler Ebene, aber einen mangelhaften globalen Ablauf feststellen.

Die CADFEM-Veranstaltung richtet sich an Ingenieure und Führungskräfte, die Simulationen nutzen möchten, um Entscheidungen bereits in einem früheren Stadium zu beeinflussen.

Das Webinar am 4. November richtet sich an Personen, die in den Bereichen MBSE, SysML, Architektur, Engineering-Daten und digitale Engineering-Infrastruktur tätig sind.

Das gemeinsame Thema lautet „Produktgeschwindigkeit“. Eine schnellere Produktentwicklung ergibt sich aus der Art und Weise, wie die Arbeit durch das Entwicklungssystem fließt. Werkzeuge sind wichtig. Methoden sind wichtig. Modelle sind wichtig. KI ist wichtig. Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie Wartezeiten, Nacharbeiten, Unklarheiten und Entscheidungsverzögerungen reduzieren.

Alle bevorstehenden Veranstaltungen sind hier aufgelistet:

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